Mittwoch, 4. Juli 2018

FG Köln: Keine Spekulationssteuer auf häusliches Arbeitszimmer bei Verkauf des selbstgenutzten Eigenheims

Urteil vom 20. März 2018, 8 K 1160/15

Die Eigentümer hatten innerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist ihre selbst bewohnte Eigentumswohnung veräußert. In den Vorjahren hatten sie den Abzug für Werbungskosten für ein häusliches Arbeitszimmer in Höhe von 1250 Euro erfolgreich geltend gemacht.

Das Finanzamt unterwarf den auf das Arbeitszimmer entfallenden Veräußerungsgewinn von 35.575 Euro der Besteuerung, da insoweit keine steuerfreie eigene Wohnnutzung iSv. § 23 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG vorliege. Das FG Köln hat unter Änderung des Einkommenssteuerbescheides 2012 in Gestalt der Einspruchsentscheidung die Einkommenssteuer 2012 neu festgesetzt. Das FG Köln ist der Auffassung, ein häusliches Arbeitszimmer führe nicht zu einer anteiligen Besteuerung des Veräußerungsgewinns, weil es kein eigenes Wirtschaftsgut darstelle und in den privaten Wohnbereich integriert sei. Zudem stehe die Besteuerung im Wertungswiderspruch zum generellen Abzugsverbot von Kosten für häusliche Arbeitszimmer. Das beklagte Finanzamt hat Revision beim BFH eingelegt.

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